
Zugspitztour
2025
06
Nach meinen bisherigen Fernwanderungen war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis auch der höchste Berg Deutschlands auf dem Plan stehen würde. Im Jahr 2025 war es dann so weit. Die Zugspitze (2.962 m) gilt landschaftlich sicher nicht als der schönste Berg der Alpen, die wahre Stärke liegt jedoch in den Routen dorthin und in der Aussicht, die einen oben erwartet. Besonders beeindruckend ist der Blick hinab auf den Eibsee mit seinem türkisblauen Wasser und den kleinen Inseln, der nicht umsonst oft als „deutsche Karibik“ bezeichnet wird.
Ich entschied mich für den Aufstieg durch das Reintal, eine der schönsten, aber zugleich auch längsten Routen auf die Zugspitze. Gestartet bin ich an der Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen. Der Weg führt zunächst durch die beeindruckende Partnachklamm, weiter durch das ruhige und weitläufige Reintal und schließlich hinein in eine fast mondähnliche Landschaft, bevor es hinauf zum Gipfel geht. Eine Tour, die unglaublich abwechslungsreich ist und überraschend lange – bis zum Zugspitzplatt – ihren ursprünglichen Charakter bewahrt, bevor dort Seil- und Zahnradbahnen sowie der touristische Betrieb einsetzen.
🔗 Tourdaten & Karte am Seitenende:
Die Tour ist perfekt für ein verlängertes Wochenende. Übernachtet habe ich auf dem Weg nach oben in der Knorrhütte (2.051 m), die ideal gelegen ist, um den letzten Abschnitt am nächsten Morgen entspannt in Angriff zu nehmen. Als ich oben auf der Zugspitze ankam, herrschte der übliche Andrang – eine volle Plattform, Selfies und jede Menge Trubel. Der Weg zum Gipfelkreuz wurde dann noch einmal zu einem kleinen Abenteuer, denn wie so oft hatte sich dort eine Schlange für das obligatorische Foto gebildet. Nach der Stille und Ursprünglichkeit des Reintals fühlte sich dieser Moment fast an wie der Wechsel zwischen zwei völlig verschiedenen Welten.
Nach der Zugspitztour war für mich aber noch nicht Schluss. Am selben Tag habe ich zusätzlich die rund 7 Kilometer lange Umrundung des Eibsees gemacht, ein entspannter Abschluss. Am nächsten Tag folgte dann eine weitere Tageswanderung durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte (1.387 m). Meiner Meinung nach ist diese Klamm sogar noch beeindruckender als die Partnachklamm: wilder, enger und deutlich weniger überlaufen, da sie nicht so leicht zugänglich ist. Von dort ging es weiter über das Hupfleiterjoch (1.750 m) und schließlich zurück nach Garmisch-Partenkirchen.

























