
Südnorwegen · Fjorde
2025
01
Aufgrund meiner Vorliebe für die Berge habe ich in den letzten Jahren den Norden Europas etwas vernachlässigt. Nach einer Reise nach Rügen ging es 2025 zum zweiten Mal weiter in den hohen Norden – dieses Mal nach Norwegen.
Neben den sehenswerten Städten Oslo und Bergen durfte natürlich auch ein Abstecher in die Fjorde nicht fehlen. Wegen der enormen Größe Norwegens konzentrierten wir uns bei dieser Reise zunächst auf den Süden des Landes. Und als Zugreisender bot sich dafür eine perfekte Verbindung an: die Bergensbanen – eine der schönsten Bahnstrecken der Welt, die Oslo mit Bergen verbindet und schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Ein besonderes Highlight auf dieser Strecke ist der Abzweig zur Flåmsbana: eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt auf Normalspur. Auf nur 20 Kilometern überwindet sie rund 860 Höhenmeter – mit spektakulären Aussichten auf Wasserfälle, Täler und schneebedeckte Gipfel. Die Fahrt endet im kleinen Ort Flåm, der tief im Aurlandsfjord liegt, einem Seitenarm des Sognefjords.
Von dort aus ist es nicht mehr weit zum Nærøyfjord, einem der dramatischsten und schönsten Fjorde Norwegens. Seit 2005 gehört er gemeinsam mit dem Geirangerfjord zum UNESCO-Weltnaturerbe. Mit seinen bis zu 1.761 Meter hohen Felswänden, Wasserfällen, historischen Bauernhöfen und nur 250 Metern Breite an der engsten Stelle zählt der Nærøyfjord zu den spektakulärsten Naturkulissen Europas.
Wir verbrachten zwei Nächte in Flåm und unternahmen von dort aus eine schöne Tageswanderung mit traumhaften Ausblicken auf den Fjord und die umliegende Landschaft. Anschließend setzten wir unsere Reise mit dem Elektroschiff fort – über den Aurlandsfjord und den Nærøyfjord bis nach Gudvangen, einem kleinen Ort mit einem rekonstruierten Wikingerdorf, das einen Einblick in die nordische Geschichte gibt.
Ein besonderes Naturerlebnis machte diesen Tag unvergesslich. In der Nacht zuvor hatte es auf den umliegenden Bergen leicht geschneit. Die Gipfel waren am Morgen weiß überzuckert – ein spektakulärer Kontrast zum tiefen Blau der Fjorde und dem satten Grün der Täler.

























