
Salzburg
2023
02
Inzwischen haben wir es zur kleinen Familientradition gemacht, Weihnachten in den Bergen zu verbringen. Gerade die Weihnachtsmärkte, oder wie man in Österreich sagt die Christkindlmärkte, sorgen in der winterlichen Bergkulisse für eine ganz besondere Stimmung.
2023 ging es für uns nach Salzburg. Die Stadt liegt an der Salzach, eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln wie dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg. Mit rund 160.000 Einwohnern wirkt Salzburg angenehm überschaubar und erstaunlich entspannt, vor allem im Vergleich zu großen Städten wie Wien. Die historische Altstadt, die seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, lädt einfach dazu ein, durch die Gassen zu schlendern und sich treiben zu lassen.
Zu den Highlights zählen für mich die Festung Hohensalzburg mit ihrem Blick über die Stadt, die Altstadt rund um die Getreidegasse mit Mozarts Geburtshaus, der Dom und der Residenzplatz sowie das Schloss Mirabell mit seinen Gärten. Auch Schloss Hellbrunn ist einen Besuch wert. Die klassische Kaffeehauskultur und die leckeren Mozartkugeln sind ebenfalls ein fester Teil davon.
Gerade in der Weihnachtszeit bekommt das Ganze nochmal eine ganz besondere Atmosphäre. Viele der Sehenswürdigkeiten sind festlich geschmückt und rund um sie finden die Christkindlmärkte statt, die das Ganze noch einmal zusätzlich aufwerten. Dabei war ein echtes Highlight der Hellbrunner Adventzauber. Vor der Kulisse des Schlosses entsteht ein Weihnachtsmarkt mit über 700 geschmückten Tannenbäumen und einer beleuchteten Schlossfassade, die als riesiger Adventskalender gestaltet ist.
Ein ganz anderer Ort, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war die Augustiner Bräu Kloster Mülln. Als Brauereiliebhaber war das für mich ein kleines Paradies. Die traditionelle Klosterbrauerei ist schnell zu meinem Lieblingsbrauhaus geworden. Was den Besuch dort besonders macht: Man sucht sich seinen Steinkrug selbst aus, spült ihn am Brunnen und lässt ihn direkt vom Holzfass befüllen. Und auch preislich absolut fair, Stand Ende 2023 hat die Halbe Märzen nur 3,60 Euro gekostet. Im sogenannten Schmankerlgang gibt es dann noch regionale Spezialitäten oder man bringt ganz traditionell seine eigene Brotzeit mit.
An Heiligabend ging es für uns schließlich ins rund 17 Kilometer nördlich gelegene Oberndorf. Der Ort ist weltweit bekannt als Entstehungsort des Weihnachtsliedes „Stille Nacht, heilige Nacht“, das hier am 24. Dezember 1818 erstmals aufgeführt wurde. Heute ist es in über 300 Sprachen und Dialekte übersetzt worden. Jedes Jahr am 24. Dezember findet um 17 Uhr vor der Stille-Nacht-Kapelle eine Gedenkfeier statt, bei der das weltberühmte Lied gemeinsam gesungen wird.
Am späten Abend haben wir dann noch die Christmette im Salzburger Dom besucht, was ebenfalls ein ganz besonderes Erlebnis war.

























