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Rio de Janeiro

2019

01

2019 ging es für uns nach Rio de Janeiro. Schon im Vorfeld hatte ich die Stadt immer mit Fußball, Strand, Karneval und dieser besonderen Lebensfreude verbunden. Schon beim Landeanflug wurde mir klar, wie besonders Rio ist. Üppig bewaldete Berge, die direkt aus der Stadt aufsteigen, dazu die langen, schimmernden Strände und das Meer mit seinen kleinen Inseln machen das Gesamtbild beeindruckend und fast unwirklich. Nicht ohne Grund wurde die Stadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und zählt für mich zu den schönsten Lagen einer Großstadt weltweit.

Ein absolutes Highlight ist natürlich die Christusstatue auf dem Corcovado. Sie thront auf etwa 710 Metern Höhe über der Stadt und bietet einen atemberaubenden Blick über Rio. Allein die Dimensionen sind beeindruckend, die Statue ist 38 Meter hoch und wiegt über 1.000 Tonnen. Wir sind mit der roten Zahnradbahn durch den dichten Regenwald des Tijuca-Nationalparks bis zum Gipfel gefahren. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir auch, wie die Statue nach dem WM-Titel 2014 in Schwarz-Rot-Gold beleuchtet wurde.

Ein weiterer Klassiker ist der Zuckerhut. Vom Gipfel des Pão de Açúcar hat man einen unglaublichen 360-Grad-Blick über die Stadt. Zwei Seilbahnen bringen einen nach oben auf etwa 395 Meter, und von dort sieht man Rio in seiner ganzen Vielfalt, mit dem Corcovado im Hintergrund und der Copacabana, die sich entlang der Küste zieht.

Die Copacabana selbst ist wohl einer der bekanntesten Strände der Welt. Auf den vier Kilometern ist immer etwas los. Überall wird Fußball gespielt, Menschen entspannen am Strand oder stehen an den Bars für einen Caipirinha an. Dazwischen laufen die typischen Strandverkäufer umher, die ihre Waren anbieten. Es ist laut, lebendig und genau so, wie man es sich vorstellt.

Auch am berühmten Maracanã-Stadion sind wir vorbeigekommen. Allein der Gedanke, dass hier das WM-Finale 2014 zwischen Deutschland und Argentinien stattgefunden hat, sorgte direkt für Gänsehaut.

Ein spannender Ort ist auch das Sambódromo, das eigens für die berühmten Samba-Paraden gebaut wurde. Der Karneval in Rio ist weltbekannt und findet jedes Jahr im Februar statt. Wir waren zwar im Juni dort, konnten aber trotzdem einen kleinen Eindruck von dieser besonderen Atmosphäre bekommen.

Ein weiteres Highlight war die Escadaria Selarón. Die bunten Treppen wurden vom Künstler Jorge Selarón gestaltet und bestehen aus Tausenden von Fliesen aus aller Welt. Zwischen all den Farben habe ich sogar eine Fliese aus Frankfurt am Main entdeckt.

So beeindruckend Rio auch ist, es gibt auch eine andere Seite der Stadt. Kriminalität ist hier ein Thema, und man kann sich nicht überall so unbeschwert bewegen, wie man es vielleicht aus Europa gewohnt ist. Gerade nach Einbruch der Dunkelheit sollte man abgelegenere Gegenden, Favelas oder einsame Strandabschnitte meiden. Solltest du in einen Überfall geraten, leiste auf keinen Fall Widerstand. Oft sind die Täter bewaffnet, gewaltbereit und ohne Skrupel. Wir haben es daher meist so gemacht, dass wir abends gegen 20 Uhr wieder im Hotel waren. Auch auf seine Wertsachen sollte man gut achten, da Taschendiebstahl häufiger vorkommt.

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